Schnarchen - Risiken, lösungen und Ursachen!

Schnarchen stört in den meisten Fällen nicht nur den Betroffenen. Es hält vor allem die Mitschläfer wach. Jeder zweite Mann und jede vierte Frau im mittleren bis hohen Alter schnarchen im Schlaf. Doch keine Sorge: schon mit ein paar einfachen Tricks lässt sich das nervige Geräusch deutlich mildern. Ursachen, gesundheitliche Risiken sowie Behandlungsmöglichkeiten erläutern wir in diesem Blog.

 

Wo das Geräusch her kommt

Darum schnarchst Du...

Schnarchen beschreibt das Geräusch, das entsteht, wenn sich die oberen Luftwege verengen. Eine mögliche Ursache kann der Verlust der Muskelspannung in diesem Bereich sein. Ein gewisser Verlust der Muskelspannung in der Nacht ist völlig normal. Wenn Gaumensegel und Zäpfchen jedoch weit in den Hals hineinragen, bringt die Luft beim Ausatmen sie zum Flattern. Dadurch entsteht das röchelnde Geräusch.

 

Ist Schnarchen gefährlich?

Das gleichmäßige und ruhige Schnarchen ist ungefährlich und hat in den meisten Fällen keine negativen Folgen.

Sehr intensives und lautes Schnarchen stört nicht nur den Partner oder Zimmergenossen, es kann sogar bis zu wiederholten Atemaussetzern führen.

 

Die häufigsten Ursachen

 

  • Die Nase als Unruhestifter - Der Luftstrom in der Nase wird so verändert, dass es  zu massiven Schlafstörungen kommt. Es sind also anatomisch bedingte Gründe, wie z.B. Verkrümmung der Nasenscheidewand, knöcherne Spore, große Nasenmuscheln, Schwellung oder Verstopfung.
  • Gaumen und Zäpfchen - Warum auch immer: hängt der Gaumen im Luftweg, fängt er an zu schwingen. Somit entsteht das Schnarchen.
  • Mandeln verursachen Schnarchen - Große Rachenmandeln werden zu massiven Hindernissen für den Luftstrom. Auch der an der Rachenoberwand befindliche Gaumenmantel kann den Luftweg einengen. In den meisten Fällen kommt das bei Kindern und Jugendlichen vor.
  • Die Zunge als Schnarchursache - aufgrund der nächtlichen Muskelentspannung fällt sie zurück und blockiert dadurch den Luftweg. Die schlaffe Zunge ist ein häufiger Grund fürs Schnarchen.
  • Der Kiefer - insbesondere Kieferfehlstellungen verengen den Luftweg. Vor allem, wenn der Unterkiefer in einer ausgeprägten Rückenlage ist. Die Zunge fällt dann gemeinsam mit dem Kiefer zurück.  Folge: das Schnarchen verstärkt sich.
  • Durch Polypen - Sie sind grundsätzlich nicht schädlich, es sind weiche und wässrige Wucherungen im Bereich der Nasenschleimhaut. Sie wachsen von den Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle.
  • Schnarchen durch die Rückenlage - Egal in welcher Position man schläft, Schnarchen kann man grundsätzlich nie ausschließen. Doch die Rückenlage verstärkt es. Unterkiefer und Zunge fallen zurück. Es können Schlafapnoen entstehen.
  • Mit zunehmendem Alter - Mit dem zunehmendem Alter nimmt auch das Schnarchen zu. Das Gewebe wird weicher und schlaffer. Die Wände des Gaumens geben nach und Schnarchen entsteht.
  • Das Geschlecht spielt eine Rolle - Männer schnarchen durchschnittlich doppelt so häufig wie Frauen. Das kann auch daran liegen, das laut Statistik in Europa weniger Frauen als Männer dick sind. Zumeist trinken Frauen auch weniger Alkohol als Männer.
  • Medikamente und Drogen - Medikamente wie auch Drogen können eine muskelentspannende Wirkung haben. Auch Rauchen lässt die Schleimhäute verdicken oder eine chronische entzündliche Reaktion mit Schwellung entstehen. 
  • Schnarchen in der Schwangerschaft - Gegen Ende der Schwangerschaft kommt das Schnarchen wie aus dem nichts. Die Nasenschleimhäute sind stärker durchblutet und deshalb angeschwollen. Großen Einfluss haben Schwangerschaftshormone. Progesteron lässt das Gewebe im Körper anschwellen, ebenso im Rachen.
  • Durch Übergewicht - Das sogenannte Doppelkinn drückt den Zungengrund zurück. Es erhöht den Druck auf den Atemschlauch. Fettgewebe drückt nach innen und zwängt den Luftweg ein. 

 

Schnarchen und die Folgen

Das Gehirn registriert, das der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt und löst Alarm aus: Herzfrequenz und Puls erhöhen sich, der Betroffene wacht auf. 

Weitere Folgen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Tagesmüdigkeit
  • Mangelnde Konzentration
  • Schlechte Laune
  • chronischer Bluthochdruck

 

Warum Ärzte Schnarchen oft nicht ernst genug nehmen...Arzt sieht sich die Ursache an

Auch Ärzten unterlaufen Fehler, unter Umständen werden falsche Medikamente verschrieben oder Maßnahmen verordnet.

Bei übermäßigem Alkoholkonsum kann der Arzt die Situation nicht immer richtig einschätzen. Er verschreibt Medikamente, die eigentliche Ursache wird übersehen und das Problem besteht weiter...

 

Du solltest den Arzt aufsuchen, wenn...

die genannten Beschwerden auf Dich zutreffen oder Dich Dein Partner/Mitbewohner auf Dein häufiges oder unregelmäßiges Schnarchen anspricht. Der richtige Ansprechpartner ist hier der Hals-Nasen-Ohren Arzt. Er kann herausfinden, warum Deine Atmung behindert wird.

 

Kleine Ursache, schneller Erfolg:

Das kannst Du selbst tun:

 

  • Reduziere Gewicht. So verschwinden Fetteinlagerungen im Halsbereich, die das Schnarchen fördern.
  • Vermeide Alkohol. Wenn überhaupt, solltest Du ihn spätestens zwei Stunden vor dem Schlafen gehen zu Dir nehmen. Auch Drogen und Medikamente solltest Du möglichst meiden.
  • Versuche möglichst wenig auf dem Rücken zu schlafen. Deine Zunge rutscht sonst zurück und blockiert Deine Atmung. Zu 80 % wirkt sich diese Änderung bereits positiv aus. Schlafe am besten auf der Seite.

 

Im Internet findet man unzählige "Wundermittel", deren Wirkung nicht bewiesen ist. Kaufe nur seriöse, geprüfte Produkte. Bist du Dir unsicher, besprich Dich mit Deinem Arzt.

 

Ärztliche Behandlungsmöglichkeiten

Überdruckbeatmung

Die Überdruckbeatmung erfolgt mit Hilfe einer Maske. Hierbei wird Dir die Raumluft mit einem leichten Überdruck zugeführt. Die oberen Atemwege bleiben offen, der Überdruck verleiht ihnen Festigkeit. Die Schlafqualität verbessert sich. Der Nachteil ist, dass die Atemmaske die ganze Nacht getragen werden muss. Viele Patienten empfinden das als störend. Die Überdruckbeatmung hat keiner Nebenwirkungen.

 

Nasenpflaster

Eine simple Möglichkeit weiche Nasenflügel mit Engstelle an der sogenannten Nasenklappe zu verringern, besteht in der Anwendung von Nasenpflastern. Diese stabilisieren den Nasenflügel von außen.

 

Biss-Schiene 

Du kannst auch eine Biss-Schiene ausprobieren. Diese verschreibt Dir der Arzt. Sie hilft die Atmung zu verbessern, indem die Zunge fixiert oder der Unterkiefer nach vorne verlagert wird.

 

Operative Verfahren

Operatives verfahren an den Nasennebenhohlen

Es gibt unterschiedliche operative Verfahren. Abhängig von der Diagnose, wird versucht, den Rachen zu erweitern oder die Nasenatmung zu verbessern.

   Operationen sind möglich an:

   Gaumen

   Zunge

   Nasennebenhöhlen

   Nasenscheidewand 

   Polypen 

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